Presse


Berlin, im Mai 2002


Formale Sprache "Workflow Description Language (WDL= Arbeitsname)": 
Werkzeug zum Aufbau sicherer Workflowsysteme.
 
Die von der SEFIROT GmbH entwickelte formale Sprache Workflow Description Language (1) ist besonders geeignet, lückenlos alle Abläufe eines Schieds- oder Mediationsverfahrens, die von dem softwareintensiven System eines Online Schiedsgerichts ausgeführt werden sollen, zu beschreiben.

 

Die Einsatzmöglichkeiten dieser Sprache sind jedoch keineswegs auf die Abbildung von Vorgängen eines Online Schiedsgerichts beschränkt. Vielmehr ist die WDL beispielsweise auch hervorragend geeignet, internetbasierte Verfahren der öffentlichen Verwaltung abzubilden. So lassen sich etwa Einreichung und Bearbeitung von Anträgen von Bürgern bei Behörden, Erlass und Zustellung elektronischer Verwaltungsakte u.s.w. darstellen. Darüber hinaus lassen sich als weiteres Beispiel mit der WDL Vorgänge des allgemeinen Rechtsgeschäftsverkehr, etwa der rechtsverbindliche Abschluss von Verträgen im Internet und deren Verwaltung abbilden.
Immer, wenn es darum geht, vertrauliche elektronische Dokumente rechtsverbindlich, mit einem Höchstmaß an Beweiskraft und vor jeglicher Manipulation geschützt sicher über elektronische Netze auszutauschen, zu verwalten, zu bearbeiten, mit automatisiert überwachten Fristen zu versehen u.s.w., kann die WDL zum Einsatz kommen.
Die WDL trägt den Anforderung an einen rechtssicheren, gegen Manipulationen und unbefugten Zugriff Dritter zu schützenden Daten- und Dokumentaustausch im Rechtsverkehr in besonderer Weise Rechnung. Security Elemente - von der sicheren Verschlüsselung der Dokumente bis hin zur rechtsverbindlichen qualifizierten elektronischen Unterschrift nach dem Signaturgesetz - lassen sich beschreiben und werden von der Sprache bei allen sensiblen Vorgängen, beispielsweise der Versendung elektronischer Dokumente, vorgesehen.
Die Formulierung eines Textes mit der WDL fördert, ja erzwingt geradezu die Vervollständigung und Perfektionierung des Designs der Arbeitsabläufe, die von dem System ausgeführt werden sollen. Ein Beispiel: Wird in der Sprache beschrieben, dass ein elektronisches Dokument versandt werden soll, kann dies mit der Sprache WDL nur fehlerfrei ausgedrückt werden, wenn dem Dokument zwingend als Attribut die Sicherheitselemente, die die Sprache vorsieht, beigefügt sind. Die von der Sprache hierfür geforderten Sicherheitsattribute "Verschlüsselungstiefe" und "zu bestimmende Unterschrift nach dem Signaturgesetz" sind dem zu verschickenden Dokument daher immer beizufügen. Mit anderen Worten kann ein elektronisches Dokument nach den Grammatikregeln der Sprache nur versandt werden, wenn es über eine vom Autoren des Textes festgelegte Verschlüsselungstiefe und von diesem ebenfalls bestimmte Art elektronischen Signatur verfügt. Da die Sprache auch von Laien leicht zu erlernen ist und deswegen auch von Nichtinformatikern eingesetzt werden kann, zwingt sie diese jedes Mal, wenn sie beispielsweise den Vorgang der Versendung eines Dokuments ausdrücken wollen, dazu, auch die Sicherheitsattribute des Dokuments "Verschlüsselungstiefe" und "Unterschriftenart" festzulegen.
Aus den mit der WDL formulierten Texten können bei Einsatz speziell entwickelter Code generierender Programme unmittelbar SQL und Java Code sowie XML Dokumente geniert werden. Mit dem gewonnenen SQL Code lassen sich sodann Datenbankschemata und -interaktionen modellieren, während mit dem generierten Java Code die Logik des Programms beschrieben werden kann. Mit Hilfe der XML Dokumente lässt sich schließlich die Funktionalität der Webseiten darstellen, auf deren Grundlage das Webdesign mit Hilfe von XML Stylesheets durchgeführt wird. Einmal in der WDL formulierte Texte lassen sich also schnell und automatisiert in die benötigten Programme überführen.
Durch den Einsatz von Parser- und Semantikcheckerprogrammen kann die Fehlerfreiheit der mit der formalen Sprache entwickelten Texte automatisiert überprüft werden.
Die WDL ermöglicht jederzeit die problemlose Angleichung von Abläufen, z.B. im Online Schiedsgericht, an Verfahrens- und Gesetzesänderungen. Der Arbeitsaufwand, mit dem derartige Änderungswünsche eingepflegt werden können, wird bei Verwendung der Workflow Description Language minimiert.
Der Einsatz der WDL stellt sicher, dass Abläufe flexibel an die Erfordernisse anderer Rechtsordnungen angepasst werden können.
Die Workflow Description Language ist so mächtig, dass sie jederzeit Erweiterungen der Abläufe mit einem Minimum an Aufwand zulässt.
 
(1) Im folgenden Text: WDL
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