Formale Sprache "Workflow Description Language (WDL= Arbeitsname)":
Werkzeug zum Aufbau sicherer Workflowsysteme.
|
 |
Die von der SEFIROT GmbH entwickelte formale Sprache Workflow Description
Language (1) ist besonders geeignet,
lückenlos alle Abläufe eines Schieds- oder
Mediationsverfahrens, die von dem softwareintensiven System eines Online
Schiedsgerichts ausgeführt werden sollen, zu beschreiben. |
|
|
Die Einsatzmöglichkeiten dieser Sprache sind jedoch keineswegs
auf die Abbildung von Vorgängen eines Online Schiedsgerichts beschränkt. Vielmehr
ist die WDL beispielsweise auch hervorragend geeignet,
internetbasierte Verfahren der öffentlichen Verwaltung abzubilden.
So lassen sich etwa
Einreichung und Bearbeitung von Anträgen von Bürgern bei Behörden,
Erlass und Zustellung elektronischer Verwaltungsakte u.s.w.
darstellen. Darüber hinaus lassen sich als weiteres Beispiel mit der WDL
Vorgänge des allgemeinen Rechtsgeschäftsverkehr, etwa der
rechtsverbindliche Abschluss von Verträgen im Internet und deren
Verwaltung abbilden. |
 |
Immer, wenn es darum geht, vertrauliche elektronische Dokumente
rechtsverbindlich, mit einem Höchstmaß an Beweiskraft und vor jeglicher
Manipulation geschützt
sicher über elektronische Netze auszutauschen, zu
verwalten, zu bearbeiten, mit automatisiert überwachten Fristen
zu versehen u.s.w., kann die
WDL zum Einsatz kommen.
|
 |
Die WDL trägt den Anforderung an einen rechtssicheren, gegen Manipulationen und
unbefugten Zugriff Dritter zu schützenden Daten- und Dokumentaustausch im
Rechtsverkehr in besonderer Weise Rechnung. Security Elemente - von der sicheren
Verschlüsselung der Dokumente bis hin zur rechtsverbindlichen qualifizierten
elektronischen Unterschrift nach dem Signaturgesetz - lassen sich beschreiben und
werden von der Sprache bei allen sensiblen Vorgängen, beispielsweise der Versendung
elektronischer Dokumente, vorgesehen. |
 |
Die Formulierung eines Textes mit der WDL fördert, ja erzwingt geradezu die
Vervollständigung und Perfektionierung des Designs der Arbeitsabläufe, die von
dem System ausgeführt werden sollen. Ein Beispiel: Wird in der Sprache beschrieben,
dass ein elektronisches Dokument versandt werden soll, kann dies mit der Sprache
WDL nur fehlerfrei ausgedrückt werden, wenn dem Dokument zwingend als Attribut die
Sicherheitselemente, die die Sprache vorsieht, beigefügt sind. Die von der Sprache
hierfür geforderten Sicherheitsattribute "Verschlüsselungstiefe" und "zu bestimmende
Unterschrift nach dem Signaturgesetz" sind dem zu verschickenden Dokument daher
immer beizufügen. Mit anderen Worten kann ein elektronisches Dokument nach den
Grammatikregeln der Sprache nur versandt werden, wenn es über eine vom Autoren des
Textes festgelegte Verschlüsselungstiefe und von diesem ebenfalls bestimmte Art
elektronischen Signatur verfügt. Da die Sprache auch von Laien leicht zu erlernen
ist und deswegen auch von Nichtinformatikern eingesetzt werden kann, zwingt sie
diese jedes Mal, wenn sie beispielsweise den Vorgang der Versendung eines Dokuments
ausdrücken wollen, dazu, auch die Sicherheitsattribute des Dokuments
"Verschlüsselungstiefe" und "Unterschriftenart" festzulegen. |
 |
Aus den mit der WDL formulierten Texten können bei Einsatz
speziell entwickelter
Code generierender Programme unmittelbar
SQL und Java Code
sowie XML Dokumente geniert werden. Mit dem gewonnenen
SQL Code lassen sich sodann Datenbankschemata
und -interaktionen
modellieren, während mit dem generierten Java Code die Logik des Programms
beschrieben werden kann. Mit Hilfe der XML Dokumente lässt sich schließlich die
Funktionalität der Webseiten darstellen, auf deren Grundlage das Webdesign mit
Hilfe von XML Stylesheets durchgeführt wird. Einmal in der WDL formulierte Texte
lassen sich also schnell und automatisiert in die benötigten Programme überführen.
|
 |
Durch den Einsatz von Parser- und Semantikcheckerprogrammen kann die
Fehlerfreiheit der mit der formalen Sprache entwickelten Texte automatisiert
überprüft werden. |
 |
Die WDL ermöglicht jederzeit die problemlose Angleichung von Abläufen, z.B.
im Online Schiedsgericht, an Verfahrens- und Gesetzesänderungen.
Der Arbeitsaufwand, mit dem derartige Änderungswünsche eingepflegt werden können,
wird bei Verwendung der Workflow Description Language minimiert. |
 |
Der Einsatz der WDL stellt sicher, dass Abläufe flexibel an die Erfordernisse
anderer Rechtsordnungen angepasst werden können. |
 |
Die Workflow Description Language ist so mächtig, dass sie jederzeit Erweiterungen
der Abläufe mit einem Minimum an Aufwand zulässt. |
| |
| (1) |
Im folgenden Text: WDL |